Stillen und Arbeiten

Ich habe viel zu lange nichts mehr geschrieben hier. Das liegt wohl mit daran, dass ich seit einiger Zeit wieder arbeite und die wenige Zeit zu Hause mit Spielen, Kochen, Schlafen,  Toben, Aufräumen, Dinge suchen die mein Kind versteckt hat (selten), Dinge suchen, die ich verlegt habe (häufig), Schlafen und – ich gebe es zu- Surfen verbracht habe. Viel anstengender, als ich gedacht hatte, das alles (dachte immer ich könnte mich in der Arbeit zu von zuhause erholen und zuhause von der Arbeit- das war aber nur die ersten paar Tage so).

Viel besser als ich gedacht hatte funktioniert das mit dem Stillen. Am Anfang habe ich mir das Kind noch einmalam Tag bringen lassen und zusätzlich gepumpt (Handpumpe, hat prima funktioniert), später habe ich dann nur noch gepumpt und als ich dann gemerkt habe, dass mein Kind egal, wieviel ich mitbringe, immer ein Drittel davon trinkt, habe ich dann auch damit aufgehört.Jetzt muss ich, wenn ich heimkomme,noch in Jacke und Stiefeln sofort im Flur „notstillen“, aber so 9-10 Stunden kommt mein Sohn locker ohne mich aus.Nachts ist es dadurch vielleicht ein wenig mehr geworden, aber das kann auch täuschen. So kann das noch eine Weile weiter gehen.

 

 

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Schwangerschaft ist keine Krankheit

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Jetzt bin ich schon bald genau so lange nicht mehr schwanger, wie ich schwanger war und sehe nicht mehr so verklärt auf diese Zeit zurück, sondern erinnere mich dafür sehr deutlich an  die Probleme, Schwierigkeiten und Schmerzen, die ich in … Weiterlesen

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Stillabteil 2

noch ein Nachtrag zu meinem gestrigen Eintrag: natürlich sollen auch Eltern, die ihrem Kind ein Fläschchen geben, das Stillabteil nutzen können. Ich glaube aber nicht, dass das der Grund für die Wahl des Piktogramms am Stillabteil ist, sondern vielmehr die bezüglich des Stillens allerortens noch herrschende Prüderie: Wo kämen wir denn da hin, wenn wir beim Wort stillen, an eine Frau denken müssten, die ihrem Kind den BUSEN gibt? Wie anstößig! Wie eklig! Wie pervers!

Dabei müsste eine entsprechende Abbildung das Objekt der Prüderie noch nicht mal direkt zeigen. Wie wärs mit einer Person, die ein Kind in Wiegehaltung auf ihrem Arm bzw. Schoß hat? Da wären dann auch fläschchengebende Eltern mitgemeint.

 

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Stillabteil

Die ÖBB hat offensichtlich eine neue Stillabteilpolitik. Bisher war die meines Wissens wie folgt: im Stillabteil kann nicht reserviert werden. Das Stillabteil kann von Familien mit Stillkindern genutzt werden. Sollte das Stillabteil voll besetzt sein aber eine weitere Mutter stillen wollen, verlassen Personen, die gerade nicht stillen, das Stillabteil kurz. Zumindest sähe sie so aus, eine vernünftige Stillabteilpolitik.

Nun aber darf laut Auskunft des Schaffners das Stillabteil nur zum Stillen selbst genutzt werden („Sie werden doch nicht 2 Stunden zum Stillen brauchen!“). Dafür muss jeweils ein Schaffner gebeten werden, das Stillabteil zu öffnen (der dann nichts von der neuen Politik weiß und fragt: „warum müssen Sie denn da schon wieder rein? warum sind sie nicht einfach sitzen geblieben?“). Also: Kind hat Hunger, Kind schreit, Mama klemmt sich Kind unter den Arm und schwankt durch den fahrenden Zug und sucht einen Schaffner, Schaffner öffnet das Abteil, Mutter stillt, Kind schläft ein, Mutter klemmt Kind- das dabei natürlich aufwacht- unter den Arm und wankt wieder durch den Zug. Ziemlich gefährlich das Ganze.

Ach ja, der Zug hieß „Karriere beim Heer“ und das Stillabteil ist mit einem Fläschchenpiktogramm gekennzeichnet. Geballte Stillkompetenz sozusagen.

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Babyblues

wenn eine Frau nach einer beschwerlichen Schwangerschaft, in der sie Ängste und/oder Schmerzen hatte, und nach einer schwierigen Geburt, bei der sie womöglich verletzt (sie soll doch froh sein, dass das Kind gesund ist, das ist doch das wichtigste) oder gedemütigt wurde und nach drei Tagen auf einer überfüllten Wochenbettstation mit einem Kind, was nicht richtig trinkt und nicht richtig zunimmt (wofür sie wiederum von den Schwestern gescholten wird) mit Aussicht auf Tage, Wochen, Monate mehr oder weniger allein mit einem Kind in einer sterilen Vorortesiedlung (in die man der Kinder wegen gezogen ist, obwohl es einem vorher in der Großstadt eigentlich sehr gut gefallen hat), isoliert, über- und gleichzeitig unterfordert, wenn diese Frau also weint, dann ist das hormonell und heißt Babyblues. Da kann man dann nichts machen. Ist so etwas wie PMS, da kann man auch nichts machen.

Was aber, wenn das der eigentliche hormonelle Normalzustand wäre, und alles andere (z.B. die zwei Tage davor) hormonelle Vernebelung? Was wenn sie recht hätte, das alles so nicht zu wollen?

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und das sagt Dir auch niemand vorher

wie heftig und wild Du Dein Kind lieben wirst. Dass Du als erwachsene Frau, sich reflektiert glaubend und promoviert, zum Zerspringen glücklich bist, wenn Du Dein Kind in die Luft wirfst und es lacht und sein Speichel tropft Dir in den Ausschnitt. Wenn Du es dann wieder zu Dir hernimmst und es lacht weiter und speichelt Dir das ganz Gesicht voll, dann sagst Du was von herrlichen Babyküssen und es ist, als hättest Du das erste mal Händchen gehalten mit dem tollen Typen den Du seit zwei Jahren – nämlich seit Deinem 12. Geburtstag –  heiß und ernsthaft anhimmelst. Nur dass dieser Typ reden konnte und ganz klugen Sachen gesagt hat und Du immer glaubtest, dass Du in deshalb so toll findest. Musst Du nun Deine Meinung über Herkuft und Ursprung der Liebe revidieren?

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feministisch Stillen die zweite

ich komme offensichtlich nicht davon los. Also anders gefragt: was ist daran feministisch, wenn eine Frau recht bald zufüttert und dann abstillt, aber das Kind ist dann stattdessen im Zweifelsfall bei den GroßMÜTTERN und ihr Mann nimmt trotzdem nur die zwei „Pflichtmonate“ Elternzeit , weil er zu diesen Männern gehört, die dummerweise so wichtig sind in ihrem Job, dass es ohne sie nun mal leider, leider nicht geht…

Aber warum komme ich davon nicht los? Ich glaub, weil ich mir wünsche, dass mehr selbstbewusste Frauen ihre Kinder lange an den verschiedensten öffentlichen Orten stillen, damit ich mich nicht schon wieder fragen muss, ob ich meine Freunde heute zum Mittagessen treffen kann, weil ich in dem Restaurant , in dem sie sich treffen, vielleicht besser nicht stillen sollte. So cool bin ich eben auch nicht und da wärs schon cool ein paar junge Frauen wären gemeinsam cool, dann wär das „Coolsein“ leichter.

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